Bei der Steuererklärung lässt sich durch Anrechnung von Beiträgen für Versicherung und Altersvorsorge viel Geld sparen. Ein Überblick:

 

16 Millionen Deutsche haben 2015 ihre Steuerunterlagen online eingereicht. Allerdings muss man insbesondere bei der Anrechnung seiner Ausgaben für Versicherungen und Altersvorsorge genau aufpassen, ob man die richtigen Formulare und Zeilen verwendet, wie der Finanzdienstleister MLP auf seiner Homepage schreibt. Fünf Punkte, auf die man besonders achten sollte:

1. Riester-Rente

Bis zu 2100 Euro lassen sich jährlich die Beiträge zur Riester-Rente ansetzen – einzutragen in der Anlage AV. Generell gilt: Wer die maximale staatliche Zulage erhalten möchte, muss einen Mindesteigenbeitrag in Höhe von vier Prozent des Vorjahresbruttolohns leisten.

2. Basis-Rente

Als Sonderausgaben können Beiträge zur Basis-Rente zusammen mit den Beiträgen zur gesetzlichen Rentenversicherung abgesetzt werden. Hier ist jedoch Vorsicht geboten: Dies gilt nämlich nicht für die Basis-Rente mit gekoppelter Berufsunfähigkeitsversicherung. Der Jahresgesamtbeitrag gehört in Zeile 7 der Anlage „Vorsorgeaufwand“. Nutzt man versehentlich Zeile 49 – hierhin kommen nur Beiträge zu einer eigenständigen BU –, gibt es je nach Einkommenshöhe keine Erstattung.

3. Kranken- und Pflegeversicherung

1900 Euro lassen sich für Angestellte bei den Beiträgen zur Kranken- und Pflegepflichtversicherung ansetzen – bei Selbstständigen sogar bis 2800 Euro. Liegen die tatsächlichen Aufwendungen über den jeweiligen Beträgen, kann der Gesamtbetrag angesetzt werden. Auch die Kranken- und Pflegepflichtversicherungsbeiträge des Ehepartners und der Kinder sind steuerlich ansetzbar. Für Verheiratete ist der doppelte Betrag möglich, wenn sie sich für eine gemeinsame Veranlagung entscheiden.

4. Haftpflicht, Unfall etc.

Liegen die Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge unter besagtem Maximalbetrag, können auch weitere Aufwendungen für Haftpflicht-, Unfall- oder eigenständige Berufsunfähigkeitsversicherung geltend gemacht werden.

5. bAV

Gar keine Angaben in der Steuererklärung sind für die betriebliche Altersversorgung (bAV) zu machen. Im Rahmen der Direktversicherung sind Beiträge bis zu vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung (2015: jährlich 2.904 Euro) steuer- und sozialversicherungsfrei. Unter bestimmten Voraussetzungen lassen sich weitere 1.800 Euro jährlich steuerfrei einbringen. Dies ist der Fall, wenn der Arbeitgeber die Durchführungswege Unterstützungskasse oder Direktzusage anbietet.